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Der 29. Oktober ist Welt-Schlaganfalltag

Volkskrankheit Schlaganfall

Schlaganfälle sind die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Das macht den Schlaganfall zur deutschen Volkskrankheit. Jährlich fallen zwischen 250.000 und 270.000 Menschen einem verstopften oder geplatzten Blutgefäß zum Opfer. Zwar erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden mit zunehmendem Alter, jedoch kann es grundsätzlich jeden treffen. 

Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns nicht ausreichend mit Blut versorgt und betroffene Zellen können absterben. Der Gesundheitszustand des Betroffenen ist in der Regel von einer schnellen Behandlung abhängig. Aber auch die Nachbehandlung ist wesentlich für eine gute Regeneration.

 

Welche Symptome gilt es bei einem Schlaganfall zu beachten?

Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns aufgrund eines Blutgerinnsels oder eines Arterienverschlusses. Die plötzliche Unterversorgung des Gehirns mit Blut führt  zu unterschiedlichen Symptomen. Die häufigsten sind:

  • die plötzliche Schwäche oder Lähmung einer Körperseite oder eines Körperteils wie Arm, Bein oder Teile des Gesichts
  • Sprachprobleme oder Probleme Gesprochenes zu verstehen
  • Sehstörungen, verschwommen sehen oder ein vorübergehender Sehverlust auf einem Auge
  • Gleichgewichtsstörungen und Schwindel
  • starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Übelkeit
  • Verwirrtheit, Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit

 

Wie wird Schlaganfall behandelt?

Die Überlebenschancen eines Schlaganfallpatienten sind sehr von dessen Behandlung abhängig. Das Blutgerinnsel kann medikamentös aufgelöst werden. Die Medikamente  werden dabei per Infusion oder über einen Katheter eingespritzt. Bei einer katheterschen Schlaganfallbehandlung, der sogenannten Thrombektomie wird das Blutgerinnsel mit einem speziellen Katheter eingefangen. Ein dünner, flexibler Katheter wird über die Leiste durch die große Körperschlagader an die Stelle des Gefäßverschlusses positioniert und bis zum Gehirn vorgeschoben. Anschließend wird das Gerinnsel mit einem Stent herausgezogen. Je nach Intensität des Schlaganfalls wird die Behandlung angeglichen. 

 

Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen?

Doch wie kann man die Gefahr einem Schlaganfall zum Opfer zu fallen minimieren? Wie so häufig, ist in erster Linie ein gesunder Lebensstil von großer Bedeutung, um das Schlaganfallrisiko zu reduzieren. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten sollten die Ernährung dominieren. Fett- und Zuckerhaltige Lebensmittel gilt es zu vermeiden. Denn Übergewicht ist ein wesentlicher Faktor für einen Schlaganfall, genau wie Rauchen und Alkohol. Auch die körperliche Fitness spielt eine wichtige Rolle. Wer regelmäßig Sport treibt wirkt nämlich der Arteriosklerose entgegen und hilft bei der Vorbeugung eines Schlaganfalls aktiv mit. Der WHO empfiehlt hierzu sich 5 Tage in der Woche 30 Minuten lang zu bewegen.